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Design trifft Psychologie: Dozent Jörn Kiefer und die Kunst, Lernen erlebbar zu machen

Designer, Werbepsychologie-Fan, Customer-Experience-Experte: Jörn Kiefer bringt einen ungewöhnlichen, kreativen Lebensweg mit – und ein Motto, das seine Lehre prägt. Wie er Studierende dazu motiviert, aus jedem Stolpern einen Schritt nach vorn zu machen, erzählt dieses Porträt.

vom 13.01.2026

Ein kreativer Lebensweg: Von Produktdesign zu Markenpsychologie

Jörn Kiefer beschreibt sich selbst mit drei Worten: kreativ, humorvoll, open minded. Dass dieser Dreiklang stimmt, zeigt schon sein Werdegang. Er studiert integriertes Produktdesign in Coburg, sammelt Eindrücke im Kommunikationsdesign in Potsdam und ergänzt sein Profil später mit Ausbildungen in Werbung, Brand Marketing und Kommunikationswirtschaft.

Nach ersten Jahren als selbstständiger Designer – und parallel als Barkeeper, „die beste Schule für Menschenkenntnis“ – zieht es ihn in die Agenturwelt. Seine Stationen führen ihn von DEFACTO in Erlangen über eine neugeschaffene Kreativ-Unit in München bis zu Serviceplan / Plan.Net Connect, wo er unter anderem den Lufthansa-Etat begleitet. Nach den Jahren in München kehrt er in die fränkische Heimat zu DEFACTO zurück. Dort bietet sich die Möglichkeit für bekannte Fashion-Brands im Bereich Customer Relationship & Experience Management zu arbeiten, sowie für Marken aus den Bereichen Handel und FMCG ganzheitliche, personalisierte Multichannel Dialog-Kampagnen zu konzipieren.

Lehre als Erlebnis, wie Psychologie und Kreation zusammenwirken

In die Lehre steigt er bereits während seines Studiums ein – damals im Designbereich. Heute steht für ihn fest:

„Es macht mir wahnsinnig Spaß, Wissen mit einer Prise Lockerheit zu vermitteln.Gute Lehre bedeutet für mich echte Beispiele, klare Präsentationen, viele Aha-Momente." Jörn Kiefer, Dozent für Wirtschafts- und Werbepsychologie

Ein Satz begleitet ihn dabei besonders – und ist längst zu seinem Leitspruch geworden: „If you stumble, make it part of the dance.“ Für Jörn Kiefer heißt das: Fehler gehören dazu. Entscheidend sei aber, aus jedem Stolpern eine positive neue Bewegung zu machen.

„Wenn man aktiv bleibt, entsteht immer etwas Neues. Das ist wie ein positiver Schneeballeffekt.“ Jörn Kiefer

Dieses Denken möchte er an die Studierenden weitergeben - genauso wie seinen zweiten Leitspruch „Seid Täter, keine Opfer“, mitbekommen von einem Dozenten an der Miami Ad School, wo er eine Weiterbildung als Creative Strategist besuchte.

Jörn Kiefer liebt die Momente, in denen Studierende in Workshops plötzlich „in to it“ sind, wenn sie Inhalte anwenden und selbst erleben, wie Psychologie und Kreation

zusammenwirken. „Das ist der Moment, in dem man merkt: Da ist gerade etwas angekommen.“

Musik, Kunst – und ein Drei-Gang-Cruiser auf dem Weg nach Kopenhagen

Privat ist Jörn ein Mann voller Leidenschaften. Er besucht Konzerte, liebt Kunstausstellungen, steht mit seinem Sohn auf dem Bolzplatz – und hat sich bereits im tätowieren ausprobiert. Eine Maschine besitzt er bereits. „Vielleicht gibt’s ja mal Campus-Tattoos auf einer Feier“, sagt er und lacht.

An Inspiration mangelt es ihm nicht: Von den Arbeiten vergangener Künstler über Kreationen von beispielsweise Philippe Starck oder MOOOI bis zu den Kampagnen großer Werbeagenturen – Jörn zieht Energie aus Design, Kultur und Kreativität.

Sein aktuelles Herzensprojekt ist ein 3-Gang-Cruiser, eine Art humorvolles Gegenstatement zur Rennrad-Faszination seines Freundeskreises. Das Ziel: Von zuhause bis nach Kopenhagen – in jährlichen Etappen. „Bis Berlin bin ich gekommen, Hamburg wird der nächste Halt.“ Eine Reise mit Symbolkraft: langsam, stetig und mit Leidenschaft.

Und wo sieht er sich in zehn Jahren? „Vielleicht ja weiterhin am Campus.“ Wenn es nach seiner Philosophie geht, könnte man sagen: Egal wohin der Weg führt – jeder Schritt, jeder Stolperer gehört zum Tanz. 

Dr. Chris Braunstein und Sara Baumeister
Studienberatung

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