News
vom 08.01.2026
Was ist der Mere-Ownership-Effekt?
Der Mere-Ownership-Effekt beschreibt ein spannendes psychologisches Phänomen: Dinge, die wir besitzen, erscheinen uns automatisch wertvoller und sympathischer – ganz unabhängig von ihrem objektiven Wert. Dieses Phänomen wurde durch verschiedene psychologische Experimente bestätigt und zeigt, wie stark unser Gefühl von Besitz unsere Wahrnehmung beeinflusst.
Unser Gehirn verknüpft Besitz mit Identität und Kontrolle. Wenn wir etwas besitzen, empfinden wir eine emotionale Bindung dazu. Das steigert nicht nur den subjektiven Wert, sondern auch die Bereitschaft, das Objekt zu schützen oder dafür einzustehen. Dabei ist es egal, ob es sich um materielle Dinge wie Kleidung oder Bücher handelt oder um immaterielle Besitztümer wie Ideen oder persönliche Errungenschaften.
Hast Du schon einmal gemerkt, dass du dich schwer von deinen Besitztümern trennen kannst? Und z. B. deine alten Sachen nicht wegwirfst, obwohl sie nicht mehr nützlich sind? Da ist der Mere-Ownership-Effekt am Werk. Auch in Verhandlungen wirkt er: Wer etwas „besitzt“, schätzt den Wert oft höher ein als Außenstehende.
Der Mere-Ownership-Effekt erklärt, warum wir manchmal irrational an Dingen festhalten oder uns schwertun, uns zu trennen – sei es von alten Gegenständen oder auch von eigenen Meinungen. Wer das versteht, kann bewusster mit Besitz umgehen und besser einschätzen, wann emotionale Bindungen den Blick trüben.
Du findest psychologische Mechanismen faszinierend und willst noch mehr darüber lernen? Unser Studiengang Psychologie & Kommunikation bietet Dir genau das richtige Wissen, um Verhalten, Medien und Kommunikation besser zu verstehen.
Dr. Chris Braunstein und Sara Baumeister
Studienberatung
"Noch mehr spannende Einblicke in das Studium gibt es beim Infotag. Wir freuen uns Dich beim Infotag persönlich kennen zu lernen."
Infotag besuchen© 2026 Campus M University