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Der Spotlight-Effekt: Warum wir uns selbst oft im Rampenlicht glauben

vom 29.07.2025

Kennst du das Gefühl, alle Augen sind auf dich gerichtet?

Ob bei einem Vortrag, in der Schule oder auf einer Party – viele von uns haben das starke Gefühl, dass alle anderen ständig auf uns achten, uns bewerten oder kleine Fehler bemerken. Dieses Phänomen nennt sich Spotlight-Effekt. Es beschreibt die überschätzte Wahrnehmung, wie sehr andere Menschen uns beobachten und beurteilen.

Was genau steckt hinter dem Spotlight-Effekt?

Der Begriff stammt aus der Sozialpsychologie und wurde unter anderem von den Forschern Thomas Gilovich, Victoria Husted Medvec und Kenneth Savitsky erforscht. Sie zeigten, dass Menschen systematisch überschätzen, wie sehr ihre Handlungen und ihr Aussehen anderen auffallen.

In einem berühmten Experiment trugen Teilnehmer etwa ein peinliches T-Shirt und schätzten, wie viele andere es tatsächlich bemerkten. Die meisten überschätzten diesen Wert deutlich. Das verdeutlicht, dass wir uns oft selbst viel intensiver wahrnehmen als andere uns wahrnehmen.

Warum passiert das?

Unser Selbstbewusstsein ist meist viel größer als die Aufmerksamkeit, die uns tatsächlich geschenkt wird. Unser Gehirn „beleuchtet“ sozusagen unsere eigene Person mit einem Spotlight, während andere Menschen meist mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt sind.

Wie kannst du dich vor dem Spotlight-Effekt schützen?

  1. Erinnere dich daran, dass andere Menschen sich genauso auf sich selbst konzentrieren. Sie sind meist mit eigenen Sorgen beschäftigt und bemerken Kleinigkeiten an dir kaum.
  2. Mach dir bewusst: Fehler sind menschlich und meistens nicht so schlimm, wie du denkst. Niemand beurteilt dich für eine kleine Unachtsamkeit.
  3. Lenke deine Aufmerksamkeit bewusst nach außen. Konzentriere dich auf dein Umfeld oder deine Aufgabe, statt auf dich selbst.
  4. Übung macht den Meister: Je öfter du dich in sozialen Situationen übst, desto weniger dramatisch wirken sie auf dich.

Fazit

Der Spotlight-Effekt zeigt, wie sehr unsere Selbstwahrnehmung unsere Gefühle steuert – oft zum Nachteil unseres Selbstvertrauens. Wenn du das verstehst, kannst du entspannter auftreten und dich weniger von der Angst vor Bewertungen blockieren lassen.

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Sara Baumeister und Chris Braunstein
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