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Psychologie zum Anfassen: Was im Psychologie Lab der Campus M University möglich ist

vom 27.08.2026

Was passiert eigentlich in unserem Kopf, wenn wir eine Werbung betrachten? Welche Elemente ziehen unsere Aufmerksamkeit auf sich? Und woran lässt sich erkennen, ob wir gerade konzentriert oder abgelenkt sind?

Viele psychologische Prozesse laufen im Hintergrund ab und sind für uns nicht direkt sichtbar. Genau hier setzt das Psychologie Lab der Campus M University des an. Studierende des Studiengangs Psychologie & Kommunikation haben dort die Möglichkeit, psychologische Prozesse mit modernen Messmethoden zu untersuchen und theoretisches Wissen praktisch anzuwenden.

Was ist das Psychologie Lab?

Das Psychologie Lab ist ein speziell ausgestatteter Raum für die praktische Lehre und die Auseinandersetzung mit psychologischen Fragestellungen. Statt psychologische Effekte ausschließlich aus Büchern oder Vorlesungen kennenzulernen, können Studierende selbst Experimente durchführen, Messverfahren ausprobieren und beobachten, wie sich psychologische Prozesse erfassen lassen.

Dabei kommen unter anderem Eye-Tracking und Elektroenzephalographie, kurz EEG, zum Einsatz. Beide Methoden ermöglichen es, Vorgänge zu untersuchen, die von außen nicht unmittelbar sichtbar sind.

Das macht das Psychologie Lab zu einem Ort, an dem aus theoretischem Wissen praktische Erfahrung wird.

Eye-Tracking: Wohin schauen Menschen?

Eine der spannenden Methoden im Psychologie Lab ist das Eye-Tracking.

Dabei werden die Blickbewegungen einer Person aufgezeichnet. So lässt sich beispielsweise untersuchen, welche Bereiche eines Bildes besonders viel Aufmerksamkeit erhalten, wie lange der Blick auf bestimmten Inhalten verweilt und in welcher Reihenfolge verschiedene Elemente betrachtet werden.

Besonders interessant wird das beispielsweise bei Werbung, Webseiten oder Social Media.

Stell Dir eine Webseite mit vielen verschiedenen Elementen vor: einem großen Bild, einer Überschrift, mehreren Buttons und verschiedenen Texten. Auf welches Element fällt der Blick zuerst? Welche Inhalte werden besonders lange betrachtet? Und welche Bereiche werden möglicherweise komplett übersehen?

Mit Eye-Tracking lassen sich solche Fragen genauer untersuchen.

Was kann Eye-Tracking messen?

Eye-Tracking liefert deutlich mehr Informationen als nur die Frage, wohin eine Person gerade schaut.

Unter anderem können folgende Aspekte untersucht werden:

• Fixationen: Punkte, an denen der Blick für einen bestimmten Moment verweilt.

• Sakkaden: Schnelle Blicksprünge zwischen verschiedenen Fixationen.

• Blickpfade: Die Reihenfolge, in der verschiedene Bereiche betrachtet werden.

• Pupillengröße: Veränderungen der Pupille können unter bestimmten Bedingungen Hinweise auf Aktivierung, Belastung oder emotionale Reaktionen geben.

• Blinzelrate: Auch die Häufigkeit des Blinzelns kann im Zusammenhang mit Müdigkeit oder kognitiver Beanspruchung interessant sein.

Aus diesen Daten können anschließend beispielsweise Heatmaps oder sogenannte Scanpaths erstellt werden. Dadurch wird sichtbar, welche Bereiche eines Bildes oder einer anderen visuellen Darstellung besonders viel Aufmerksamkeit erhalten haben.

Warum ist Eye-Tracking für Kommunikation und Marketing interessant?

Gerade für den Bereich Kommunikation bietet Eye-Tracking spannende Anwendungsmöglichkeiten.

Bei einer Werbeanzeige reicht es beispielsweise nicht aus, dass ein bestimmtes Produkt auf dem Bildschirm zu sehen ist. Entscheidend ist auch, ob es tatsächlich wahrgenommen wird.

Eine Untersuchung könnte deshalb beispielsweise folgende Fragen stellen:

· Wird das Logo einer Marke überhaupt wahrgenommen?

· Welche Elemente einer Anzeige ziehen zuerst die Aufmerksamkeit auf sich?

· Wie lange betrachten Menschen ein bestimmtes Produkt?

· Welche Bereiche einer Webseite werden besonders häufig angesehen?

· Welche Inhalte gehen möglicherweise in der visuellen Informationsflut unter?

So wird deutlich, warum psychologische Forschung auch für Kommunikationsberufe relevant ist. Wer verstehen möchte, wie Menschen Informationen wahrnehmen, kann dieses Wissen beispielsweise für Werbung, digitale Medien oder User Experience nutzen.

EEG: Was passiert im Gehirn?

Eine weitere spannende Methode im Psychologie Lab ist die Elektroenzephalographie, kurz EEG.

Mit einem EEG lassen sich elektrische Aktivitäten des Gehirns messen. Dabei werden sogenannte Hirnwellen erfasst, die unterschiedliche Frequenzbereiche aufweisen.

Vereinfacht lassen sich unter anderem verschiedene Frequenzbereiche unterscheiden:

· Delta-Wellen treten vor allem während des tiefen Schlafs auf.

· Theta-Wellen werden unter anderem mit leichteren Schlafphasen, Entspannung und bestimmten meditativen Zuständen in Verbindung gebracht.

· Alpha-Wellen treten häufig bei einem wachen, entspannten Zustand auf.

· Beta-Wellen stehen unter anderem mit Wachheit, aktiver Konzentration und Problemlösung in Verbindung.

· Gamma-Wellen werden mit komplexeren kognitiven Prozessen wie Aufmerksamkeit und Lernen in Verbindung gebracht.

Dabei ist wichtig: Hirnwellen lassen sich nicht einfach nach dem Prinzip „eine Welle = ein bestimmter Gedanke“ interpretieren. Vielmehr liefern sie Messdaten, die im jeweiligen Kontext betrachtet und wissenschaftlich ausgewertet werden müssen.

Konzentration sichtbar machen

Besonders spannend ist die Möglichkeit, Veränderungen der Gehirnaktivität während unterschiedlicher Aufgaben zu beobachten.

So können beispielsweise Situationen miteinander verglichen werden, in denen eine Person entspannt ist und in denen sie eine anspruchsvolle Aufgabe bearbeitet. Auch Konzentrationsaufgaben können genutzt werden, um Veränderungen der gemessenen Hirnaktivität zu untersuchen.

Das macht abstrakte psychologische Konzepte greifbarer.

Konzentration, Aufmerksamkeit oder mentale Beanspruchung sind schließlich keine Dinge, die man einfach von außen sehen kann. Mit entsprechenden Messverfahren können jedoch Daten gesammelt werden, die dabei helfen, solche Prozesse wissenschaftlich zu untersuchen.

Psychologie trifft auf Kommunikation

Das Psychologie Lab ist deshalb nicht nur für klassische psychologische Fragestellungen interessant. Gerade die Verbindung mit Kommunikation eröffnet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten.

· Wie reagieren Menschen auf einen Werbespot?

· Welche Inhalte ziehen Aufmerksamkeit auf sich?

· Welche Gestaltung sorgt dafür, dass eine Botschaft besonders stark wahrgenommen wird?

· Wie navigieren Menschen durch eine Webseite?

· Und welche Inhalte bleiben möglicherweise besonders stark im Gedächtnis?

Solche Fragen verbinden psychologische Forschung mit Bereichen wie Marketing, Medien, Werbung und digitaler Kommunikation.

Gerade diese Verbindung ist ein wichtiger Bestandteil des Studiengangs Psychologie & Kommunikation. Psychologisches Wissen wird nicht isoliert betrachtet, sondern mit kommunikativen und praktischen Fragestellungen verbunden.

Lernen durch Ausprobieren

Ein besonderer Vorteil eines solchen Labors liegt darin, dass Studierende selbst aktiv werden können.

Theoretisches Wissen über Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Emotionen oder kognitive Prozesse wird dadurch nicht nur abstrakt vermittelt. Studierende können erleben, wie psychologische Messverfahren funktionieren, eigene Daten betrachten und sich mit der Frage beschäftigen, wie solche Daten wissenschaftlich interpretiert werden können.

Dabei geht es nicht darum, einfach ein Messgerät auszuprobieren. Viel wichtiger ist der wissenschaftliche Prozess dahinter:

· Welche Forschungsfrage soll untersucht werden?

· Welche Methode eignet sich dafür?

· Welche Daten können erhoben werden?

· Was sagen die Ergebnisse tatsächlich aus?

· Und welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus ziehen?

Genau diese Verbindung zwischen Theorie, Forschung und praktischer Anwendung macht forschungsnahes Lernen besonders spannend.

Psychologie bedeutet nicht nur, Theorien über menschliches Verhalten zu lernen. Sie bedeutet auch, Fragen zu stellen, Hypothesen zu entwickeln, Daten zu erheben und menschliches Verhalten mit wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen.

Fazit

Das Psychologie Lab der Campus M University macht psychologische Forschung erlebbar. Mit Methoden wie Eye-Tracking und EEG können Studierende untersuchen, was Menschen wahrnehmen, worauf sie ihre Aufmerksamkeit richten und wie sich bestimmte kognitive Prozesse messen lassen.

Dabei wird deutlich, wie eng Psychologie & Kommunikation miteinander verbunden sind. Ob Werbung, Social Media, Webseiten oder andere Medien: Überall geht es darum, wie Menschen Informationen aufnehmen und verarbeiten.

Du möchtest mehr darüber erfahren, warum Menschen denken, fühlen und handeln, wie sie es tun? Dann entdecke jetzt den Studiengang Psychologie & Kommunikation an der Campus M University für Dich und tauche tiefer in die spannende Welt der Psychologie ein.

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